Anti Aging

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DermaProf, Wiesbaden, Juni 2004: - Vom Glätten, Aufpolstern, Abschleifen und Straffen ...



An der Haut manifestieren sich Alterungsfolgen u. a. als Abflachung der Epidermis, Depletion von Kollagen und Reduktion des Mucopolysaccharid-Gehalts; Turgor und Elastizität nehmen ab. Prävention besteht im Schutz vor vermeidbaren exogenen Einflüssen, die das Gewebe zusätzlich schädigen. Vorhandene Spuren gelebter Jahre lassen sich heute differenziert und “etagengerecht” mildern. Veränderungen durch ein längerfristiges Schlafdefizit gleichen in vieler Hinsicht denen von Alterungsprozessen. So werden Hormonverschiebungen und Sympathikus-Aktivierung beschrieben. Um hormonell gesteuerte Alterungsprozesse nicht noch zu fördern, empfiehlt Dr. Klaus Fritz, Landau, den Biorhythmus zu beachten und Schlafmangel zu vermeiden.

Schutz vor oxidativem Stress
Wichtigste Säule der Anti-Aging-Strategien in Sachen Haut ist und bleibt aber der adäquate Lichtschutz. Vermittelt wird die Lichtalterung ebenso wie die Induktion von Hautkrebs durch freie Radikale. Oxidativer Stress entsteht auch durch Umweltfaktoren wie Luftschadstoffe, Zigarettenrauch etc. Ein hauteigenes Schutzsystem aus antioxidativen Enzymen und Vitaminen hält die Zellgifte in Schach. Der natürliche Gehalt an protektiven Antioxidanzien wird aber durch äußere Faktoren dezimiert; ein Sonnentag reicht bereits aus, um den kompletten Vitamin-C-Vorrat der Haut zu verbrauchen, erklärte Fritz. Generell nimmt der Gehalt der Haut an antioxidativen Faktoren mit dem Alter ab.
Dass Vitamine als Radikalfänger fungieren, belegen zahlreiche Studien. So kann Applikation von Vitamin C die Zahl der Sonnenbrandzellen mindern. Retinoide regulieren die Differenzierung von Epithelzellen und stimulieren die Zellproliferation. Vitamin E kann offenbar UV-Schäden, Entzündungsvorgänge und Faltenbildung reduzieren; es gibt aber noch wenige Daten zur topischen Anwendung.
Pigmentunregelmäßigkeiten gehören zu den deutlichsten Alterserscheinungen. Eine Lentigo senilis bzw. solaris kann man gezielt zerstören. Hierfür eignen sich gleichermaßen Kryotherapie, “Intense Pulsed Light” und verschiedene Laser-Applikationen. Bei flächenhaften Verfärbungen helfen Schälkuren. Auch die Oberflächenstruktur der Epidermis können verschiedene Peeling-Cremes mit Fruchtsäuren, Salicyl- oder Ascorbinsäure verbessern. Das Abschilfern der Hornschicht regt die Zellneubildung an.

In der Mittagspause schnell zum Lasern?
Geht es um Glättung tieferer Fältchen und Gesichtsfalten, haben sich ablative Verfahren wie der Er:YAG- oder der intensivere CO2-Laser oder Peeling mit über 70%iger AHA (alpha hydroxy acid) oder Trichloressigsäure (20 oder 35%ig) als effektiv erwiesen.
Auch nicht abladierende Laser kommen zum Einsatz (“Subsurfacing”). Sie setzen keine großflächigen Erosionen. Die Patienten müssen kein Nässen der Haut oder längere Abheilphasen in Kauf nehmen. Die Systeme senden einen Hitzeimpuls durch die gekühlte Epidermis in die Dermis (“Cool Touch”, “Smooth Beam”), wo punktuelle Erwärmung die Neubildung von Strukturproteinen induziert. Sie eignen sich insbesondere zur Glättung von Falten geringer Tiefe sowie für Regionen mit zarter Haut. Vier bis sechs Anwendungen muss man veranschlagen. Da sie nur 20 bis 30 min dauern und die Behandelten hinterher “gesellschaftsfähig” sind, spricht man in den USA bereits vom “Lunchtime Laser”.

Falten unterspritzen
Für tiefere Falten werden synthetische oder Füllmaterialien tierischen Ursprungs angeboten. Basis vieler “Filler” sind Hyaluronsäure oder Kollagene. Spezielle Produkte aus Polymilchsäure sollen vorrangig die Kollagensynthese antreiben und so für einen (vorübergehenden) natürlichen Volumenaufbau der Haut sorgen. Gute viskoelastische Eigenschaften bescheinigt Fritz der nativen Hyaluronsäure, die punktförmig injiziert oder mit spezieller Technik intrakutan infiltriert wird und den Hautturgor unmittelbar verbessert. Der Effekt muss alle drei Monate aufgefrischt werden.

Folgen von Hormonveränderungen …
Die Dicke der Haut nimmt durch den Verlust an Bindegewebe im Lauf der Jahre ab. Drastisch forciert wird er bei Frauen ab der Menopause. Östrogenhaltige Externa wären eine interessante Alternative zur HRT. Cremes mit Östrogenen dürfen aber nicht als Kosmetika vertrieben werden und sind auch nicht als Arzneimittel zugelassen, erklärte der Dermatologe Nikolaus Fischer, München.

… mit Phytoöstrogenen kompensieren
Für die interne Anwendung so genannter Phytohormone sind östrogenähnliche Wirkungen belegt. Soja-Isoflavone besitzen zusätzlich antioxidative Eigenschaften. Topisch angewendet sorgen sie für eine deutliche Zunahme des Kollagengehalts der Haut; darüber hinaus wurde nachgewiesen, dass auch die Biosynthese von Glykosaminoglykanen angekurbelt wird. Mit lokalen oder systemischen Nebenwirkungen muss offenbar nicht gerechnet werden. Bei den Phytohormon-haltigen Cremes, ist Fischer überzeugt. stehen wir “erst am Beginn einer viel versprechenden kosmetischen Behandlungsmöglichkeit”, zumal tierexperimentelle Daten ihnen auch einen Schutz vor lichtbedingten Hautveränderungen und sogar vor Hautkrebs bescheinigen.
Die kosmetologische und ästhetisch rekonstruktive Dermatologie ist ein Wachstumsmarkt. Frau Prof. C Bayerl, Mannheim, plädierte für systematische Erfassung von Nebenwirkungen sowie für die Erarbeitung von Behandlungskonzepten, da die kosmetische Dermatologie (mehr) Leitlinien braucht.

Quelle: Derma-Depesche

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 julia  |    69 Lesungen



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