Eichenmoos in Parfums ab 2010 nur in geringer Dosis erlaubt

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Eichenmoos ist ab Januar 2010 in Parfums EU-weit nur noch in Konzentrationen bis zu 0,03 Prozent zugelassen - Eine „Katastrophe“1 für Luca Turin, Forschungsleiter bei Flexitral, Nase, Duftliebhaber und Herausgeber der ersten Duft-Enzyklopädie.



Eichenmoos ist eine Strauchflechte, die unter Stämmen und Ästen von Eichen wächst. Lange Zeit war das erdige Aroma ein unverkennbarer Bestandteil vieler erfolgreicher Düfte – vor allem in orientalischen und Chypre-Düften wie Mitsouko (Guerlain), Chypre (Coty) und Rive Gauche (Yves Saint Laurent), aber zum Beispiel auch im Herrenduft von Cool Water kommt die teure Flechte mit der aphrodisierenden Wirkung vor.

Doch nun wird alles anders, denn Eichenmoos ist ab Januar 2010 in Parfums EU-weit nur noch in Konzentrationen bis zu 0,03 Prozent zugelassen. Der Grund: Eichenmoos enthält zwei Moleküle, die die menschliche Haut stark reizen können und bei empfindlichen Personen zu allergischen Reaktionen führen können. Laut dem Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK) gehört Eichenmoos in die höchste Risikostufe für Kontaktallergien. Aus diesem Grund hat die International Fragrance Association (IFRA) einen Zusatzartikel erlassen, dem alle bereits bestehenden und neuen Düfte folgen müssen. Aber nicht nur Eichemoos fällt dem neuen Erlass zum Opfer – auch Inhaltsstoffe wie Ylang-Ylang oder Sambac-Jasmin dürfen nur noch in minimalen Dosen eingesetzt werden.

Eine „Katastrophe“1 für Luca Turin, Forschungsleiter bei Flexitral, Nase, Duftliebhaber und Herausgeber der ersten Duft-Enzyklopädie. Denn das unverwechselbare Eichenmoos-Aroma kann nicht durch andere Duftmischungen oder gar synthetisch hergestellt werden. Mitsouko, von Turin als „bester Duft aller Zeiten“ verehrt wird also nie wieder so perfekt riechen und seinen Charakter einbüßen. Guerlain hat darauf reagiert und schon 2006 seine Parfums mit den vorgeschlagenen Höchstgrenzen neu formuliert. “Wir wollten unerwünschte Nebenwirkungen ausschließen”, sagt Caroline Hehle von Guerlain, Klassiker wie “Mitsouko” oder “Vol de Nuit” seien dadurch nicht schlechter geworden.2 Duftliebhaber haben deshalb schon den ein oder anderen Flakon ihres Lieblingsduftes auf Vorrat gekauft und eingelagert.

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Eichenmoos in Parfums ab 2010 nur in geringer Dosis erlaubt

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 Quelle: www.ivdk.gwdg.de, www.ifraorg.org
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