Nur jede sechste Frau spart

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Kosmetik: - Kauf zwischen Lust und Frust - Beautyprodukte als Wirtschaftsindikator



Berlin, 26. Mai 2009: Der VKE-Kosmetikverband, Berlin, Repräsentant der selektiv vertriebenen Kosmetik in Deutschland, hat gemeinsam mit dem Burda Community Network, München eine Online-Untersuchung zur aktuellen Konsumstimmung bei Kosmetikverwenderinnen durchgeführt. Befragt wurden mehr als 1000 Frauen über 18 Jahren. Ziel der Untersuchung war es u.a. die Richtigkeit klassischer Konsummythen zu klären, wie beispielsweise die zunehmende Verwendung von Lippenstiften in Krisenzeiten.
Laut Studie haben die Auswirkungen der Wirtschaftskrise das allgemeine Konsumverhalten in Deutschland nur marginal erfasst, denn bisher ist nur etwa die Hälfte der Konsumenten hierzulande unmittelbar von Rezessionstendenzen betroffen.
Das Kaufverhalten von Frauen wird immer wieder als Wirtschaftsindikator herangezogen – sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten. Frei nach dem Motto: Kann ich mir nichts Großes leisten, kaufe ich mir eben etwas Kleines. Diese Einstellung lindert momentan die sicherlich spürbaren Umsatzeinbußen der Kosmetikindustrie zumindest teilweise. „Zum Glück sparen laut Studienergebnis nur 16 Prozent der befragten Frauen bei Kosmetik. Andere Segmente wie etwa Bekleidung, Schmuck oder Fernurlaube sind laut Untersuchung eher betroffen“, erläutert Martin Ruppmann, Geschäftsführer VKE-Kosmetikverband.

Nur ein Viertel der Umfrageteilnehmerinnen will 2009 auf der ganzen Linie weniger für Konsum ausgeben. Wenn man sich bei Kosmetikprodukten überhaupt einschränkt, wird zunächst an der dekorativen Kosmetik gespart – mit Ausnahme der Lippenstifte (wie aktuelle IRI Daten belegen). Am wenigsten wird auf Gesichtspflege sowie Haarpflege und Deo verzichtet. Jede Zweite ist allerdings vor dem Hintergrund drohender Arbeitslosigkeit bzw. Einkommenseinbußen in der Familie preissensibler geworden und vergleicht die Angebotspreise mehr als zuvor. Noch zeigt die Frage nach der Veränderung des Einkaufsverhaltens, dass die meisten Konsumentinnen preisresistent sind, d.h. Markenbedeutung kommt immer noch vor Preis.

„Neurobiologische Untersuchungen in diesem Zusammenhang belegen darüber hinaus den stimmungshebenden Effekt des Shoppens. Der Einkauf von Kosmetikprodukten kann zum einen die schon positive Stimmungslage verstärken, zum anderen aber auch als Stimmungsaufheller dienen. 72 Prozent der Frauen kaufen Kosmetik, wenn sie zufrieden sind, 62 Prozent, wenn sie sich attraktiv fühlen. Einkaufen in unzufriedener oder unglücklicher Stimmung kommt lediglich für 33 bzw. 22 Prozent in Frage. Düfte und Lippenstift werden dabei in besonderer Luststimmung erworben“, führt Ruppmann weiter aus.

Fast 70 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass die Verwendung von Kosmetikprodukten in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird, da sich die Menschen auch bzw. gerade in schwierigen Zeiten den ganz persönlichen kleinen Luxus gönnen wollen. „Mit innovativen und hochwertigen Produkten sowie herausragendem Service wird die Beautyindustrie und Handel auch in turbulenten Zeiten zum Erlebniskauf bei Kosmetik beitragen“, so Martin Ruppmann.

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 Quelle: kosmetikverband.de
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