Die Osmothèque

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Das internationale Konservatorium des Parfums. Die Kreationen der Parfumeurskunst gehören mit Sicherheit zu den empfindlichsten in der Geschichte der Menschheit und sollten daher besonders geschützt und aufbewahrt werden. So, wie Bücher in Bibliotheken und Kunstwerke in Museen archiviert werden, entstand für die Parfums 1990 in Versailles die „Osmothèque“ – ein Haus, das alleine den Düften gewidmet ist. Zum ersten Mal in der Kulturgeschichte wurden erfolgreiche und für die Entwicklung des Parfums wichtige Düfte konserviert. Es gelang aber auch, verschwundene Düfte wieder herzustellen, damit Branchenkenner wie auch Duftliebhaber sie hier wieder entdecken und erschnuppern können.

Entstanden ist das faszinierende Projekt mit der Hilfe und Unterstützung dreier Organisationen: Der Société Francaise des Parfumeurs, dem Comité Francais du Parfum und der Chambre de Commerce et d’Industrie de Versailles-Val d’Oise-Yvelines.

Das Ziel der Osmothèque ist nicht nur das Erinnern an existierende Düfte, sondern auch das Wiederbeleben klassischer Duftnoten der vorherigen Jahrhunderte. So findet man hier zum Beispiel Duftkreationen des berühmten Paul Poiret, der um 1910 seine Düfte unter der Marke „Les Parfums de Rosine“ herstellte. Davon sind in der Osmothèque noch einzelne Düfte wie „Arlequinade“, „Pierrot“, „Nuit de Chine“ oder „Le Fruit Defendue“ zu entdecken.

Aber auch andere geniale Kreateure sind vertreten wie beispielsweise Francois Coty (1876-1934), der Gründer der großen, französischen Parfumeurskunst. Von seinen Erfolgen wurden für die Osmothèque folgende rekreiert: „La Rose Jacqueminot“ (1904), „Ambre Antique“, „L’Origan“, „La Jacée“ (1905), „Le Chypre“ (1917) und „Émeraude“ (1921).

Ebenfalls finden wir hier die Parfums Houbigant mit den berühmten Düften „Fougère Royale“ (1882), „Le Parfum Idéal“ (1900) oder „Quelques Fleurs“ (1912), die Parfums Mury mit „Narcisse Bleu“ (1920); die Parfums Millot mit dem erfolgreichen „Crêpe de Chine“ (1925); die Parfums Lucien Lelong unter anderem mit „Le Jasmin“ (1930); wir sehen und riechen „Le Dandy“ (1925) der Parfums d’Orsay sowie „l’Eau de Lubin“ (1798). Auch „Zibeline“ (1928) und „Antilope“ (1945) der Parfums Weil sind vertreten.

Auch antike Parfums, darunter das „Parfum Royal“, ein römischer Duft aus dem 1. Jahrhundert, oder das „Eau de La Reine de Hongrie“ (14. Jhd), und das erste „Eau de Napoléon“ aus Sankt Helena sind in der Osmothèque zu finden. Und das ist nur ein Bruchteil der Liste der verschwundenen Parfums, die für die Osmothèque rekreiert wurden.

Die Osmothèque steht Besuchern nur nach Vereinbarung offen (Tel: 0033-1 39 55 46 99), damit die « Osmothèquaires » anwesend sein und ihr Wissen teilen können. Jeder Besucher hat somit die Gelegenheit, einzelne Düfte zu erschnuppern.

Quelle: osmotheque.fr

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