Neue Pflanzenstoffe, Wirkstoffe und Technologien

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Neuer Konservierungsstoff LiquaPar ME - Konservierungsstoffe in Kosmetik sind umstritten, da häufig langkettige Parabene (wie Propyl- und Butylparabene) eingesetzt werden, denen eine krebserregende Wirkung nachgesagt wird.



Ebenso stehen sie in Verdacht, Allergien auszulösen. Eine Alternative zu den klassischen Parabenmischungen bietet das neu entwickelte LiquaPar ME. Die Formulierung enthält nur weltweit zugelassene Wirkstoffe und keine Halogene, Formaldehyd(Abspalter), Isothiazolon oder langkettige Parabene.

Quelle: Cossma 4/2007

Ectoin
In Stresssituationen bildet Halomonas elongata das sogenannte Ectoin, eine ringförmige Aminosäure. Sie wirkt wie ein Rundumschutz für die Zelle: Ectoin bewahrt die Bakterien vor Umweltschäden und funktioniert gleichzeitig wie ein Wasserspeicher. Gelangen die Zellen in salzhaltige Flüssigkeit, kurbeln sie in ihrem Innern die Produktion von Ectoin an. Dieses bindet Wasser. Sobald die Salzkonzentration wieder zurückgeht, geben die Bakterien Ectoin und Wasser nach außen ab.


Afrikanischer Wunderbaum:

Seine Blätter produzieren ihren eigenen Sonnenschutz, der das Chlorophyll frisch hält. Im Tiegel verstärken dieser natürlichen Sonnenschutz die Wirkung von chemischen oder physikalischen UV-Filtern.

Mourera Fluvialtilis:
Die Blätter der rosa blühenden Wasserpflanze enthalten feuchtigkeitsregulierende Mineralien und Zuckerstoffe, die auch unsere Haut zurück in die Balance bringen.

Pflanzengene und Phytohormone

Es ist jetzt gelungen aus dem Zellkern des Weizenkeims die gesamte Erbinformation (DNA) zu isolieren und in ein Produkt einzubauen. Das aus sehr nährstoffreichen Nukleinsäuren bestehende Genmaterial soll die Zellaktivitäten und Repairmechanismen der Haut ankurbeln.

Die Pflanzengene haben mit unseren nichts gemeinsam und greifen deshalb auch nicht in unser System ein. Sie wirken nur lokal, also auf der Haut. Das gilt auch für die Phytohormone, die Stoffwechsel-, Wachstums- und Repairprozesse steuern. In Anti-Aging-Produkten erhöhen sie unter anderem die Mikrozirkulation, verhindern den Abbau von Collagen und Elastin und erhöhen die Hautdichte.

Ein weites Feld für Forscher sind Poliphenole und Flavonoide, die für Geschmack, Duft und Farbe der Pflanze zuständig sind und im Cremetopf ihre schützenden Eigenschaften auf die Hautzellen übertragen.

Ein neuartiger Flavonoidkomplex soll die Stickstoffbildung in den Hautzellen hemmen. Diese soll dafür verantwortlich sein, wenn sich Melanin zu unschönen Pigmentflecken ansammelt.

Phytostoffe sind in jeder Pflanze enthalten. Allerdings in unterschiedlicher Qualität und Konzentration.

Neu und gerade in der Testphase sind zwei Flavonoide. Silymarin wird aus der Mariendistel gewonnen und wirkt gegen die Verklumpung der collagenen Fasern. Kinetin kommt in vielen grünblättrigen Pflanzen vor und scheint den Zellalterungsprozess zu verzögern.

Pflegetransporter und Trägersysteme
Viele Wirkstoffe können ohne Hilfe nicht in die Haut geschleust werden. Wässrige Stoffe werden meist in Liposomen eingeschlossen, fettige Stoffe in Nanoparts, um sie doch noch an die richtigen Stellen zu bringen. Die Kapseln bestehen meist aus Phospholipiden auf Sojabasis und kommen in immer größerer Vielfalt daher. Mit den eingeschlossenen Wirkstoffen durchdringen sie die poröse Hornschicht der Haut. Sie dringen bis zur Fettbarriere durch und verschmelzen mit ihr.

Neue Erkenntnisse zur Faltenbildung
Nach längeren Forschungen steht für die Dermatologen nun fest, dass Mimikfältchen und Linien mit dem Kalziumgehalt zusammenhängen. Denn je höher die Kalziumkonzentration in den Zellen, desto angespannter wirkt die Haut und desto mehr Linien entstehen. Ein Magnesiumkomplex kann die Zellen abschirmen und den Kalziumzustrom bremsen. Das entkrampft die Lage. Die Gesichtsmuskeln ziehen sich nicht mehr so stark zusammen, und Fältchen glätten sich.

Wird der Zellverbund im Laufe der Zeit immer lockerer, geht das irgendwann auf Kosten der Festigkeit. Eine neue Technologie aus der Intensivmedizin soll die Festigkeit der Haut wieder herstellen. Dazu bilden Polymere ein Gerüst, in dem Hautzellen einen stabilen Halt in einem flexiblen Geflecht finden. Dadurch nimmt die Hautdicke zu und die Tiefe von Fältchen und Linien ab. Sie haben Halt in dem flexiblen Geflecht. Polymere können sich zum Beispiel auch zu einem Netz verknüpfen, das Feuchtigkeit festhält und nach und nach an die Haut abgibt.

In der Entwicklung ist ein neuer, temperaturabhängiger UV-Schutz. Die Lichtfiltersubstanzen sind an Polymere gebunden und werden durch Wärme und UV-Licht aktiviert.

Text: Carolin Lockstein, Allegra 06

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